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Der Waldkindergarten

Geschichte
Die Wald- und Naturpädagogik hat ihre Ursprünge in Schweden. In Deutschland wurde 1993 der erste staatlich anerkannte Waldkindergarten in Flensburg gegründet. Mittlererweile gibt es in Deutschland über 200 Waldkindergärten, allein in Baden-Württemberg sind über 70 Einrichtungen
Mitglied im Landesverband der Wald- und Naturkindergärten.

Warum ist der Waldkindergarten wichtig?
Kinder hatten früher viel Raum, um in freier Natur zu spielen. Freiflächen sind heute stark geschwunden und gefahren für Kinder haben zugenommen. Darum lassen Eltern ihre Kinder heute nicht mehr stundenlang draussen herumstreunen. Als Alternativen bleibt das Kinderzimmer und ein organisiertes Nachmittagsprogramm mit Musikschule, Sport und Kreativangeboten. diese Angebote sind für die Kinder sicherlich wertvoll, was ihnen aber fehlt ist Freiheit und Kreativität.
Kinder zeigen heute Konzentrationsschwäche und sind häufig aggressiv, sie zeigen deutliche Defizite in der Bewegungsgeschicklichkeit und eine eingeschränkte Wahrnehmungsfähigkeit - alles Anpassungsstörungen auf eine Umwelt, die die Kinder einerseits überfordert und andererseits nicht genügend fördert.

Wald
Der Waldkindergarten stellt eine echte Alternative zur häuslichen Erziehung dar. Der „unbegrenzte“ Raum des Waldes gibt den Kindern die Möglichkeit sich auszuleben. Es gibt wesentlich weniger Konflikte und Aggressionen, da der Wald jedem genug Raum und Spielmaterial bietet, um sich auszuleben. Auch mit zwanzig Kindern ist es im Wald noch ruhig, den Kindern bleibt viel Stress durch einen hohen Geräuschpegel, der in geschlossenen Räumen zwangsläufig entsteht, erspart.


Konzentriertes Spielen ist in dieser Atmosphäre viel einfacher. Durch den verzicht auf vorgefertigtes Spielmaterial wird die Kreativität gefördert und die sprachliche Entwicklung angeregt. Der Stock, der heute als Kochlöffel dient, kann morgen schon ein Messer sein oder als Säge benötigt werden.
Schlittenfahrt
Auch für die motorische Entwicklung finden die Kinder im Wald ideale Bedingungen. Bewegung im freien, unebenen Gelände schult in besonderem Maße die Koordination, Untersuchungen zeigen immer deutlicher: Kinder haben heutzutage weniger Kraft, Ausdauer und Kondition als noch vor wenigen Jahren, was auf die Bewegungsarmut zurückzuführen ist. Darüber hinaus fördert die viele Bewegung an frischer Luft die Gesundheit und stärkt die Abwehr, die Kinder sind weniger krank.

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