„Am Montag fraß sie sich durch einen Apfel, aber satt war sie noch immer nicht. Am Dienstag fraß sie sich durch zwei Birnen, am Mittwoch durch drei Pflaumen…“
Wir Waldwichtel kennen nicht nur die Geschichte der Kleinen Raupe Nimmersatt – seit wir bei unseren Streifzügen am Rotenacker Waldrand eine Vielzahl nimmersatter Raupen gefunden haben, dürfen wir die Geschichte auch miterleben.
1. Juni
Unzählige schwarze, weiß-gepunktete Raupen tummeln sich nun am Eingang unseres Bauwagens im großen Schmetterlingshäusle. Dort fressen sie zwar keine Früchte, dafür aber saftig grüne Brennesselblätter, mit welchen wir Kinder sie täglich versorgen.

Geduldig und gespannt warten wir nun auf die Verpuppung. Werden wir wohl Zeugen davon, wie sich die schwarzen Tierchen auf wundersame Weise in kunterbunte Tagpfauenaugen verwandeln?
8. Juni
Die ersten Raupen verhüllen sich in ihre weißen Seidenpolster! In der Zwischenzeit werden Raupengeschichten gehört und Pläne für den gemeinsamen Wiesentanz oder das Schmetterlings-Wettrennen geschmiedet…
18. Juni
„Die kleine Raupe knabberte sich ein Loch in den Kokon, zwängte sich hindurch…

… und war ein wunderschöner Schmetterling.“
Welch ein Glück! Wir durften heute das erste Tagpfauenauge begrüßen und gaaaanz, ganz, ganz vorsichtig und behutsam in die Freiheit entlassen. Danke, liebe Raupe Nimmersatt.





