Unser Wald-ABC
A – wie Auto: Kann ich mein Kind mit dem Auto zum Kindergarten bringen?
Ja, die Bring- und Abholzeit ist an unserer Hütte (Rotenacker Wald 7/1). Dort gibt es einen Parkplatz.
B – wie Bekleidung und Bollerwagen
Die Bekleidung deines Kindes sollte der Witterung angepasst sein. Im Sommer soll sie vor allem gegen Hitze und
Insektenstiche schützen. Hier bewährt sich Musselin. Im Übergang und Winter eignet sich der „Zwiebellook“ (mehrere Kleidungsschichten übereinander) besser, als „nur“ eine dicke Jacke. Festes Schuhwerk ist immer wichtig, Gummistiefel und Regendichte Bekleidung bei Matschwetter.
Unser Bollerwagen begleitet uns fast täglich auf unseren Touren in den Wald oder zur Wiese. In ihm befinden sich all die Dinge, die wir im Alltag benötigen wie: Handy, Erste-Hilfe-Set, frisches Wasser, Seife, Bücher, Stifte, …
C – wie Christliche Feiertage
Wir sind ein konfessionsloser Kindergarten. Trotzdem feiern wir Feste wie Weihnachten und Ostern zusammen mit den Kindern im Kindergarten. Genauso feiern wir auch die Sonnwenden mit Feuersprung und Lichterspirale.
D – wie Draußen und Dreck
Zugegeben, wir sind sehr viel draußen. Der Gruppe stehen jedoch 2 beheizbare Schutzunterkünfte zur Verfügung: eine Hütte und ein Bauwagen auf einer Streuobstwiese nahe des Rotenacker Waldes. Beide Quartiere sind geräumig genug, um den Betrieb auch bei schlechtem Wetter aufrechterhalten zu können. In den Schutzunterkünften gibt es einen Holzofen und auch Wechselkleidung, Spiel- und Bastelmaterialien, Bücher, u.v.m. wird hier aufbewahrt. Elektrischer Strom und fließend Wasser sind nicht vorhanden. Frisches Wasser wird täglich in Kanistern mitgebracht.
Wir kennen keinen Dreck, wir kennen nur Matsch und Matsch ist was Tolles. Wenn es draußen nass und matschig ist, können die Kinder eine für die Sinnesentwicklung aus unserer Sicht wichtige Elementarerfahrung machen, indem sie den Matsch zum Malen, Gestalten, Schminken, etc. nutzen.
E – wie Eltern und Erste-Hilfe
Ohne aktive Elternarbeit funktioniert der Waldwichtel e.V. nicht. Ihr seid der Nährboden, den der Verein benötigt, um zu wachsen, so wie der Kindergarten der Nährboden für eure Kinder ist, in dem sie wachsen und
sich entfalten können. Damit dies gelingt, braucht es viele anpackende Hände: bei Diensten, beim Gestalten von Festen und im Vorstand.
Das gesamte Team ist in Erster-Hilfe ausgebildet und frischt regelmäßig alle zwei Jahre den Kurs auf. Sollten wir ohne Bollerwagen losziehen, hat ein Teammitglied das Erste-Hilfe-Set im Rucksack dabei.
G – wie Garten und Gemüse
Der Kreislauf des Lebens, die Jahreszeiten – wo können diese Dinge deutlicher erlebbar werden als in
einem Garten, dessen Früchte regelmäßig über dem offenen Feuer zubereitet werden und gemeinsam
gegessen werden!? Daher haben die Waldwichtel auf ihrer Wiese ein großes Beet, das sie gemeinsam bestellen. Im Frühjahr wird gesät und eingepflanzt: Tomaten, Gurken, Zucchini, Kartoffeln und alles, was den Wichteln noch
wichtig ist. Die Pflänzchen werden gehegt und gepflegt bis sie Früchte tragen, dann wird gemeinsam geerntet. Im Herbst, wenn alle Früchte geerntet sind wird das Beet für den Winter fertig gemacht. Und im Frühjahr geht es wieder von vorne los.
K – wie Kosten
Der Kindergartenbeitrag der Waldwichtel orientiert sich an der Betreuungsgebührenordnung der Stadt Markgröningen und ist gestaffelt, abhängig vom Jahreseinkommen sowie Anzahl der Kinder unter 18 Jahren im eigenen Haushalt. Hinzu kommt ein Jahresbeitrag für die Mitgliedschaft im Waldwichtel Naturkindergarten e. V.
L – wie Langeweile: fehlt den Kindern nicht etwas, wenn sie nur wenig Spielmaterialien haben?
Durch den Umgang mit der Natur und ihrem Material erleben die Kinder ihre Umwelt hautnah. Die Entwicklung aller Sinne wird unmittelbar angeregt: Sie hören Vogelgezwitscher, riechen frische Kräuter und nassen Waldboden, sehen grüne Blätter, schnelle Wolken und, und, und. Wir verzichten bewusst auf vorgefertigtes
Spielmaterial und regen die Waldwichtel so dazu an, selbstständig zu experimentieren und ihrer Fantasie im Spiel freien Lauf zu lassen. Das Team unterstützt die Kinder dabei gerne, gibt Denkanstöße und beantwortet Fragen.
P – wie Platzvergabe
Der Naturkindergarten nimmt Kinder ungeachtet ihrer Herkunft und Religion im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze und nach Maßgabe des Aufnahmeverfahrens des Trägers auf. Die kleine Gruppe und unsere engagierten Pädagogen gewährleisten eine individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes.
Als markgröninger Naturkindergarten streben wir eine vorrangige Belegung mit Kindern an, die ihren Wohnsitz in der Stadt Markgröningen haben. Aktuell ist die Aufnahme von auswärtigen Kindern jedoch möglich. Kinder, die körperlich, geistig oder seelisch beeinträchtigt sind, können in den Naturkindergarten aufgenommen werden, wenn ihren besonderen Bedürfnissen im Rahmen des Naturkindergartens in ausreichender Weise Rechnung getragen werden kann.
R – wie Rucksack
Ein guter Rucksack ist für jeden Waldwichtel das A und O. Bitte achte darauf, dass der Rucksack deines Kindes:
- so groß ist, dass es ihn gut tragen kann
- alle Schnallen und Riemen selbstständig geöffnet werden können
- ein Regenschutz dabei ist
- über zwei Schnallen verfügt, damit Jacke, Sammelbeutel, etc. gut befestigt werden können
S – wie Schließtage
Auch das Team braucht mal Urlaub. Unsere Schließzeiten orientieren sich an den Schulferien und werden zu Beginn des Kindergartenjahres bekannt gegeben
T – wie Theater
Mehrmals im Jahr haben die Kinder die Möglichkeit, an Theaterstücken teilzuhaben. Dazu gehören z.B. das Abschlusstheater der Vorschüler:innen, das Martinsspiel und worauf wir sonst noch Lust haben. Jedes Kind ist dabei eingeladen, sich zu beteiligen, egal ob vor oder hinter den Kulissen.
V – wie Vorschule
Eigentlich findet die Vorbereitung auf die Schule bereits mit Kindergarteneintritt statt, spielerisch im Rahmen des Kindergartenalltags. Im letzten Jahr vor Schulbeginn treffen sich die Vorschulkinder zusätzlich einmal in der Woche mit der/m Erzieher:in, die/der in diesem Jahr für die Vorschule zuständig ist und machen gruppenintern etwas für sich. Dazu gehören Schwung- und Schreibübungen, das Erfassen von Mengen mit Hilfe von Naturmaterialien, das Bearbeiten von Arbeitsblättern, oder die Arbeit an einem über das Jahr stattfindenden Projekt sein.
W – wie Werkstatt
Wald und Natur stellt uns einen Raum zur Verfügung, in dem die Kinder eigenaktiv und selbstwirksam agieren können. Mit unserer Bauwerkstatt wird dies auch auf unserer Wiese verwirklicht. Hier sind unterschiedliche Materialien aus der Natur und aus der Lebenswelt der Kinder in übersichtlicher Weise zusammengestellt. In einem lebensnahen Ansatz können die Kinder im Umgang mit Werkzeug ihre Welt so konstruieren, wie es ihren Ideen entspricht. Unterschiedliches Papier und Farben stehen im Bauwagen bereit. Eine selbstinitiierte Aufgabe ohne Umstände beginnen zu können und diese solange zu verfolgen, wie es dem Kind zusagt, steht hinter der
Idee der Lernwerkstatt und letztlich auch der Naturpädagogik.
Z – wie Zecken
Zecken sind lästig, gehören jedoch zum Waldkindergarten dazu. Wichtig ist vor allem, dass du dein Kind nach dem Kindergartenbesuch gründlich nach Zecken absuchst! Helle Bekleidung im Sommer, sowie die Socken über der Hose machen es den Tierchen schwerer, an eure Kinder heran zu kommen. Bewährt haben sich ebenfalls das Einreiben mit Kokosöl und der Duft von Citronella.